
Der beispiellose Preisanstieg bei Öl macht Heizen mit Pellets wirtschaftlicher denn je.
Mit Anfang Dezember 2007 kosten Pellets weniger als die Hälfte wie Heizöl extraleicht. Gegenüber Erdgas liegt der Preisvorteil bei fast 40 %. Die Entwicklung des vergangenen Jahres gibt all denen Recht, die auf Pellets als Brennmaterial gesetzt haben. Während der Heizölpreis kontinuierlich anstieg, sanken Pellets von ihrem kurzzeitigen Hoch im vergangenen Herbst auf dasselbe Niveau ab, auf dem sie sich in vergangenen Jahren auch befanden. Seit April blieben die Preise praktisch konstant.
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Entscheidend für die Stabilisierung der Pelletpreise auf niedrigem Niveau war die substantielle Ausweitung der Produktionskapazitäten in Österreich. Diese sind nun bereits doppelt so groß, wie der inländische Verbrauch. Neben der Erweiterung der Produktionskapazität wurden auch Umbauten bei großen Pelletieranlagen durchgeführt, die es nunmehr ermöglichen neben Sägespänen auch Hackgut als Rohstoff für die Pelletproduktion zu verwenden. Mit diesen Umbauten wird es in Zukunft möglich sein, wesentlich mehr Rohstoffe als bisher für die Pelletproduktion zu verwenden und diese flexibel dem Bedarf anzupassen. |
Brennstoff aus der Nähe
Die breite regionale Streuung der Produktionsanlagen – inzwischen werden Pellets in allen Bundesländern außer Burgenland und Wien produziert – sichern dem Konsumenten außerdem Belieferung aus der nächsten Umgebung und eine Versorgungssicherheit, die kein anderer Energieträger bieten kann. Während Öl und Gas aus 5000 km Entfernung und mehr nach Österreich gebracht werden müssen, ist kaum ein heimischer Haushalt weiter als 50 km von der nächsten Pelletproduktionsanlage entfernt. Pellets werden übrigens ausschließlich von österreichischen, mittelständischen Unternehmen produziert. Etwa 80 % der in Österreich produzierten Pellets werden von Sägewerken hergestellt, rund 20 % werden von unabhängigen Pelletproduzenten, die ihre Späne aus der Sägewirtschaft beziehen, produziert. Auch in diesem Fall sind die Produzenten meist am Gelände der Sägewerke angesiedelt, um den Transport von Rohstoffen so gering wie möglich zu halten.
Keine einzige Produktionsstätte wird von Ölkonzernen betrieben und dies gilt auch für die internationale Pelletwirtschaft. Im Großen und Ganzen haben die Ölkonzerne die Entwicklung verschlafen und werden sich auch in Zukunft darauf konzentrieren, aus immer geringeren Fördermengen immer größere Profite zu schlagen.
Schlechte Aussichten für fossile Energieträger
Laut der Zeitschrift „Der Erdöldienst“ wird die europäische Gasproduktion bis 2020 um 40 % sinken, weil die europäischen Lagerstätten zunehmend entleert sind. Gleichzeitig hat Gazprom schon für das kommende Jahr die Erhöhung der Gasimportpreise um 50 % angekündigt. Keine guten Aussichten für den Energieträger Gas, der in Zukunft nicht nur durch Pipelines sondern auch über Tankschiffe mit tiefgekühltem verflüssigtem Erdgas über die Weltmeere geschickt werden soll. Ein weiterer Faktor, der zu Kostenerhöhungen und neuen Risiken etwa bei den Verladeterminals führen wird.
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Schlimmer noch als bei Gas stellt sich die Situation bei der Erdölversorgung dar. Während allgemein damit gerechnet wird, dass die globale Gasproduktion noch eine Weile gesteigert werden kann, hat die Produktion von Rohöl bereits zu sinken begonnen. Seit ihrem höchsten Stand im Juli 2006 ist die weltweite Ölproduktion bereits um 1,7 Millionen Fass pro Tag gesunken. Darin liegt auch der fundamentale Grund für die enorme Verteuerung von Rohöl, dessen Preis sich seit 1997 verzehnfacht (!) hat. Es wird immer enger am Markt und die Preise werden so lange steigen, bis sich der Verbrauch auf das reduzierte Angebot einpendelt. Experten befürchten, dass wir uns bereits in wenigen Jahren von dem derzeit erreichten flach abfallenden Produktionsplateau auf eine kontinuierlich mit bis zu 4 % pro Jahr sinkende Ölproduktion einstellen müssen. |
EU setzt auf erneuerbare Energie
In dem Maße, wie auch den verantwortlichen Politikern klar wird, dass es zu einer eklatanten Verknappung der Versorgung bei fossilen Energieträgern kommt, steigen auch die Ambitionen, erneuerbare Energieträger zu nutzen. Die Europäische Union hat im März 2007 beschlossen, dass der Einsatz von erneuerbare Energie in Europa von zur Zeit 8 % des Gesamtenergieverbrauchs auf 20 % gesteigert werden soll, und zwar bis zum Jahr 2020. Klar ist dabei, dass die Nutzung von erneuerbarer Wärme wie Sonnenenergie und Holzbrennstoffen eine besonders wichtige Rolle haben wird, weil diese Technologien nicht nur umweltfreundlich, sondern auch besonders wirtschaftlich sind.
Genügend Holz im Wald
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Wie eine kürzlich vom Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft vorgestellte Studie zeigt, bietet der österreichische Wald noch ein großes Potential für die Ausweitung der Energieholzproduktion. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Produktion von Energieholz um bis zu 70 % gesteigert werden kann, ohne die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes in Frage zu stellen. Im Gegenteil - die verstärkte Nutzung von Durchforstungsreserven führt zu einer qualitativen Verbesserung des Wachstums im Jungwald. Auch bietet die verstärkte Nutzung von Laubholzsorten für die energetische Verwertung einen Anreiz für die Forstwirtschaft, mehr als in der Vergangenheit auf Mischwälder zu setzen, als auf Fichtenmonokulturen. |









