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ÖkoFEN - Wie alles begann.....

ÖkoFEN - Wie alles begann.....

Die "heiligen Hallen" der Pelletsheizung

Herbert Ortner, der Gründer und Geschäftsführer von ÖkoFEN erzählt im Interview mit den HSH-Installatören (Holz die Sonne ins Haus Consulting GmbH) die Hintergründe der Firmengeschichte und wie es dazu kam, dass sich aus einer kleinen Schlosserei in einem umgebauten Kuhstall einer der weltweit führenden Hersteller von Pelletsheizungen entwickelte. Hier ein Auszug:

HSH: Herr Ortner, in der Regel wandern metallverarbeitende Betriebe ins nahe gelegene Linz ab. Warum sind Sie in Niederkappel geblieben?

Herbert Ortner: Weil mir die Entwicklung der Region wichtig und die Heimat teuer ist. Mir ging es darum, die Arbeit zu den Menschen zu bringen und damit die lokale Wirtschaftskraft zu stärken. Wir haben uns sehr bemüht, unsere Werksgebäude in die Land-schaft zu integrieren. So sind die kuppelförmigen Dächer der Hallen entstanden, die an unsere Hügellandschaft erinnern – und natürlich haben wir beim Baumaterial vor allem auf Holz gesetzt.

Natur und Landschaft waren auch Inspiration für die Entwicklung eines umweltfreundlichen Heizsystems?

Das war eindeutig so. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich in den Achziger Jahren – der Zeit nach dem Ölpreisschock – ins Land hinausgeschaut habe und es nicht fassen konnte, dass wir Milliarden für Heizöl ausgeben. Dabei haben wir den CO2-neutralen Brennstoff Holz direkt vor der Haustüre. Das war die Geburtsstunde meiner Passion für Biomasseheizungen, anfangs noch Hackschnitzelsysteme. Es zeigte sich aber sehr bald, dass der Brennstoff Hackschnitzel eigentlich nur für den bäuerlichen Bereich bzw. für größere Anlagen gut geeignet ist. Daher suchte ich nach einer Lösung für das Einfamilienhaus. Holzpellets waren da wesentlich besser geeignet, weil es sich um einen rieselfähigen genormten Brennstoff handelt, der noch dazu eine viel höhere Energiedichte als Hackschnitzel hat.

Man kann sich die Anfänge des Unternehmens quasi als Garagenfirma vorstellen?

So ähnlich (lacht). Denn begonnen haben wir im Kuhstall meiner Schwiegereltern. Am Beginn waren wir ein kleines Team – meine Frau, zwei Mitarbeiter, die beide immer noch bei uns arbeiten, und ich. Ich war Verkäufer, Monteur, Kundendiensttechniker und Geschäftsführer in einer Person. Viele haben gespottet: „Jetzt spinnt er, der Ortner. Geht in den Kuhstall und schweißt Heizungen zusammen.“ Langsam, aber Schritt für Schritt, ist unser Unternehmen gewachsen. Heute verfügen wir über eine moderne Produktion und beschäftigen weltweit rund 400 Mitarbeiter.

Dieser Entwicklungsschub hat einen hohen finanziellen Einsatz und sicher viel unternehmerischen Mut bedeutet?

Wir investieren 5 bis 10 % unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das ist eine Frage der Philosophie der Eigentümer. Will ich Gewinne abschöpfen oder anderweitig investieren und mir ein schönes Leben machen? Oder lasse ich die erwirtschafteten Erträge im Unternehmen und investiere sie in eine zukunftsfähige Entwicklung? In unserem Fall nehmen wir dieses Geld und treiben die Sache voran und schauen, dass wir technologisch vorne sind. Was uns in der Vergangenheit sehr gut gelungen ist, denn viele Weiterentwicklungen der Pelletsheiztechnik kommen aus unseren Ideenschmieden. Natürlich gelingt nicht alles und der Erfolg fällt nicht vom Himmel. Da gehören auch schlaflose Nächte dazu.

Wie schaut es mit der eigenen Energieversorgung aus?

Unsere Gebäude werden über eine Pellets-Heizzentrale versorgt. Ein Containersystem, das wir auch zum Verkauf anbieten und das fix und fertig angeliefert wird. Diese Anlage vor unserem Haus dient auch als Demonstrationsobjekt für interessierte Kunden. Der jährliche Pelletsbedarf für die Hauptgebäude beträgt durchschnittlich 85 Tonnen pro Jahr und somit werden gut 40.000 Liter Heizöl ersetzt.

Die Sonnenenergie nutzen wir direkt durch eine Solarthermie-Fassadenanlage auf dem Bürogebäude und durch eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp Leistung. Dazu kommen noch ein kleines Wasserkraftwerk, die ersten Elektrofahrzeuge und Versuche mit Windenergie. Den restlichen Strom beziehen wir über die Ökostrom AG.

Saubere Sache. Vielen Dank für das Gespräch.

Das vollständige Interview  finden sie hier.

(Quelle: www.holzdiesonne.net)

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