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Jobmotor Energiewende

Das Arbeitsmarktpotenzial für Oberösterreich

mit Landesrat Rudi Anschober

und Univ.Prof. DDr. Friedrich Schneider

 

Die Energiewende und Umwelttechnologien sind Oberösterreichs große Chance auf neue krisensichere Arbeitsplätze. Landesrat Rudi Anschober will in der nächsten Legislaturperiode 50.000 neue Ökojobs schaffen.  

Studien des Energieinstituts der Johannes Keppler Universität Linz bestätigen hohe Beschäftigungspotentiale: etwa mindestens 5.100 Arbeitsplätze durch die ersten 30 Maßnahmen der Energiewende (die weiteren 118 Maßnahmen sind noch nicht untersucht) und zwischen 19.000 und 39.000 Arbeitsplätze durch Ökoenergieexporte.

 

 

 

Energiewende und Umwelttechnologien können der wichtigste Jobmotor der Zukunft für Oberösterreich werden.

Diesem Ziel hat sich Landesrat Anschober (Bild) verschrieben.

 

 

Allein die Ökoenergieunternehmen sichern schon heute rund 14.500 Arbeitsplätze - mit stark steigender Tendenz! Das Energieinstitut Linz spricht in zwei aktuellen Studien von mindestens 5.100 neuen Arbeitsplätzen, alleine durch die Umsetzung der ersten 30 beschlossenen Maßnahmenfelder der Energiewende (nur 20 % des Gesamtprogrammes). Die weiteren 80 % des Maßnahmenprogrammes werden ebenfalls enorme weitere Beschäftigungseffekte haben.

 

Der zweite Teil des Beschäftigungsmotors Energiewende ist der Export von Produkten der Ökoenergiefirmen. Oberösterreich profitiert nun massiv von der Vorreiterrolle bei der Energiewende, die die Ökoenergiefirmen vor allem bei Energieeffizienz, Biomasse und Solar zu weltweiten Technologieführern gemacht hat. Davon profitiert unser Bundesland nun wirtschaftlich gerade im Exportbereich ganz massiv. Schon jetzt stammt jede 5. Solaranlage, die in der EU in Betrieb ist und jeder sechste Pelletskessel in der EU aus oberösterreichischer Produktion.

 

Anschober: "Das ist aber erst der Beginn. Weltweit startet schrittweise die Energieumstellung. Wir sind etliche Schritte voraus und können die besten Technologien anbieten. Es entstehen riesige Märkte und Investitionen von weltweit 1.500 Milliarden Euro bis 2020. Das vor einer Woche von US-Präsident Obama durchgesetzte US-Klimaschutzgesetz verstärkt diese Entwicklung. Auch im nahen Osten wird ein milliardenschwerer Investitionsboom gestartet. Das Energieinstitut prognostiziert bei einem Weltmarktanteil von 5 % in etwa 28.000 neue Arbeitsplätze. Die EU rechnet alleine in Europa durch die neuen Energieziele 20/20/20 mit 410.000 neuen Arbeitsplätzen. (netto). Werden nur die positiven Gesamteffekte gerechnet, erwartet die EU 2,8 Millionen neue Öko-Jobs. Die Frage ist nun, wo diese Jobs entstehen werden. Viele Ökoenergiefirmen investieren derzeit in neue Produktionsstätten und suchen MitarbeiterInnen - von Krise ist in diesem Wirtschaftsbereich keine Spur. Mein ambitioniertes Ziel ist es daher, in der nächsten Legislaturperiode 50.000 krisensichere neue Arbeitsplätze zu schaffen. Oberösterreich kann und muss das Öko-Valley werden. Ich führe derzeit Firmenbefragungen durch, welche Unterstützung - beispielsweise im Bereich der Ausbildung - die Firmen auf diesem Weg brauchen."

 

Information: ooe.gruene.at