Länder - & Sprachenauswahl:

Newsarchiv

 

 

Der Pelletspreis entsteht auf dem freien Markt - aus dem Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage. Die vergangenen Jahre waren durch ein Überangebot an Pellets gekennzeichnet, was zu kontinuierlich fallenden Pelletspreisen führte. Durch die erhöhte Nachfrage ist der Preis jetzt gestiegen.

 

Pelletspreis sinkt wieder

Frohe Botschaft gibt es aktuell vom Pelletspreis: Die Nachfragespitze bei Pellets für die Heizsaison 2006 /2007 ist bereits überschritten und die Lage bei den Pelletshändlern beginnt sich langsam wieder zu entspannen. In den letzten 4 Wochen hat sich der Preis endlich stabilisiert und regional werden Pellets bereits wieder für EUR 225,-/t angeboten. Der niedrigste Preis wurde mit EUR 199,-/t ermittelt. Es lohnt sich beim Pelletskauf mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Sammeleinkäufe von Nachbarn können den Preis zusätzlich reduzieren. Vorab gleich die Empfehlung für die nächste Heizsaison: erfahrungsgemäß sind Pellets immer im Frühling und Sommer günstiger zu beziehen, als kurz vor Beginn der Heizsaison.

2007: Flut an neuen Pelletswerken in Europa - Pelletspreis unter Druck

 Aufgrund der hohen Pelletsnachfrage werden aktuell die heimischen und auch internationalen Produktionskapazitäten groß ausgebaut:

Österreichischer Pelletsmarkt

2006 produziert man in Österreich ca. 600.000 t Pellets, davon gingen rund 30 % in den Export. Besonders nach Italien wurde zu hohen Preisen geliefert, dies führte auch zur aktuellen Preiserhöhung im Inland. Österreichische Pelletshersteller erweitern momentan ihre Kapazitäten. Die österreichische Pelletsproduktion wird im Jahr 2007 um rund 80 % steigen! Ende 2007 erwartet man in Österreich eine Jahreskapazität von ca. 1.100.000 Tonnen. So plant allein die Donausäge Rumplmayr mit Sitz in Altmünster, 2007 ein neues Pelletswerk mit 100.000 t Jahreskapazität in Betrieb zu nehmen.

Pelletsproduktion in Osteuropa

In Tschechien, Slowakei, Polen und Russland mit ihren riesigen Holzvorkommen, fängt man erst jetzt richtig an Pellets zu produzieren. Zum Vergleich: Österreich als waldreiches Land verfügt über rund 4 Mio. Hektar Wald, Russland alleine über 800 Mio. Hektar Wald. Hier schlummert ein riesiges Potenzial für die Pelletsproduktion! Aktuell errichtet z. B. der österreichische Pelletshersteller Leitinger in Paskov, Tschechien, ein Pelletswerk mit einer Jahreskapazität von 100.000 t. Der internationale Holzkonzern Stora Enso Timber investiert in Russland 44 Mio. Euro in neue Sägewerke, dabei werden auch Pelletsproduktionen mit einer Jahreskapazität von 100.000 t errichtet. Viele weitere Werke sind in Osteuropa geplant.

Neue Pelletswerke in Deutschland

In Deutschland entstehen momentan die meisten neuen Pelletswerke: 2005 verfügte man in Deutschland über 420.000 t/Jahr Produktionskapazitäten. Die geplanten Produktionskapazitäten für 2007 liegen bei 1.456.000 t/Jahr. Damit verdreifacht man die Produktionskapazitäten für Pellets innerhalb kurzer Zeit! Die größten deutschen Pelletswerke werden in Schwedt von der Firma Holzkontor und in Wismar sowie in Ettenheim von der German Pellets GmbH errichtet. Die German Pellets GmbH eröffnet in Kürze ihr drittes Werk in Ettenheim mit einer Jahreskapazität von 120.000 Tonnen. Sogar der ehemalige T-Mobile Manager Volker Dittmann plant die Errichtung eines neuen Pelletswerkes mit einer Investitionssumme von EUR 11 Mio. Vor kurzem in Betrieb gegangen ist eine Pelletsanlage mit 80.000 Tonnen Jahreskapazität im deutschen Sägewerk Schwaiger. Der österreichische Pelletsproduzent Holzindustrie Pfeifer plant im Mai 2007 am Standort seiner 100 %igen Tochterfirma Heggenstaller in Unterbernbach, Deutschland, die Produktion von bis zu 120.000 Tonnen Pellets pro Jahr zu starten. Einige deutsche Pelletshersteller befürchten für 2007 wieder eine Pelletsschwemme. So meint Markus Mann, Geschäftsführer von Westerwälder Holzpellets, „wir verdoppeln unsere Produktionskapazitäten. Wir gehen volles Risiko." Im Hinblick auf die vielen neuen Pelletswerke und den internationalen Markt fügt er hinzu, „gut möglich, dass wir am Ende erst einmal in einer Pelletsschwemme sitzen."

Pellets, die langfristige Perspektive

Die Entscheidung für die eine oder andere Heizform ist eine Entscheidung für ca. 20 Jahre. Durch den nachwachsenden Rohstoff Holz haben Pellets, über mehrere Jahre gesehen, die weitaus bessere Ausgangssituation auf Verfügbarkeit und Preis. Zusätzlich haben mit Pellets die österreichischen

Landwirte und Sägewerke die Möglichkeit sich langfristig als Energielieferanten zu etablieren. Für die Konsumenten bedeuten Pellets eine vom

Ausland unabhängige Energielösung. Für die österreichische Volkswirtschaft bremst das den Geldabfluss ins Ausland, und für die Umwelt den CO²-Ausstoß.