
Neues Zertifikat „ENplus“ setzt künftig europaweiten Maßstab für Holzpellets
Das Thema Verbraucherschutz wird bei Holzpellets künftig noch deutlicher im Vordergrund stehen. Mit dem neuen Zertifikat „ENplus“ wird das Deutsche Pelletinstitut (www.depi.de) die ab 2010 in Kraft tretende europäische Norm für Holzpellets (EN 14961-2) umsetzen.
Anders als die bisher bekannten Siegel wird ENplus künftig über eine reine Produktnorm hinaus gehen und die gesamte Lieferkette in sein Zertifizierungssystem einbinden.
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„Wir unterstützen ENplus, weil sich dadurch eine Chance für eine einheitliche Qualität von Holzpellets bietet. Das ist für das Wachstum europäischer Märkte unverzichtbar.“ ÖkoFEN Geschäftsführer Herbert Ortner |
Das Zeichen wurde vom Deutschen Energieholz- und Pelletverband e.V. (www.depv.de) entwickelt und wird vom Deutschen Pelletinstitut vergeben. Durch die Einbindung des Handels in das Zertifizierungssystem wird ENplus ein wichtiges Defizit beheben und die bisherige Lücke zwischen Produktion und Anlieferung beim Kunden erstmals schließen. Damit wird ENplus für den Verbraucherschutz einen neuen Maßstab setzen!
Mit dem neuen ENplus-Zertifikat wird auch die Transparenz der Zertifizierung erhöht, da mit einem System von Identifikationsnummern die Rückverfolgbarkeit der Pellets durch interne Dokumentation sicher gestellt wird. Beim Pelletproduzenten werden jährlich Anlagen und Ablauf des Produktionsprozesses überprüft sowie Proben entnommen. Auch der eingebundene Pellethandel verpflichte sich zur Einhaltung bestimmter Regeln, die ebenfalls jederzeit überprüft werden können. Der Verbraucher wird das ENplus-Zeichen ab 2010 auf dem Lieferschein oder auf Pelletsäcken (Sackware) finden. Ein weiterer Vorteil des neuen Zeichens ist, dass die Zeichennutzer sich zur Beteiligung an einem Monitoringsystem verpflichten, das neben der Produktion auch die Einlagerung von Pellets berücksichtigt und damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet.
Für Holzpellets wird damit als ersten Biomassebrennstoff künftig europaweit eine Norm gelten, die die Holzpresslinge in drei Klassen einteilt. Für den privaten Verbraucher wird vor allem die Klasse A1 relevant sein, da sie auf den strengsten Werten basiert. Das wird künftig der Standard sein, an dem sich Pellets vom Endverbraucher messen lassen müssen. Holzpellets der Klasse A1 dürfen nur einen Aschegehalt von 0,5 Prozent (für Nadelholz) und 0,7 Prozent (für Hartholz) aufweisen. Mit der Klasse A2 wird dem breiteren Rohstoffspektrum mit einem Aschegehalt bis 1 Prozent Rechnung getragen. Damit integriert die Norm die etwas weiter gefassten Ansprüche von Feuerungen vor allem in den südeuropäischen Ländern. Mit der Schüttdichte und einem Ascheerweichungspunkt (>1200°C für A 1, >1100°C für A2) wird es gegenüber den heutigen Zertifikaten künftig neu zu erhebende Parameter geben.
Die mit der europäischen Norm erstmals definierten Industriepellets werden nicht mit dem ENplus-Zeichen, sondern mit dem ebenfalls neuen EN-B-Zertifikat abgedeckt. Die neue EU-Norm ermöglicht es, Pellets die bislang den Grenzwerten der bestehenden Normen nicht entsprachen und in großen Anlagen oder Kraftwerken aber als Industriepellets verfeuert wurden, überwiegend als Klasse-B-Pellets zu verkaufen. Dies ist in Ländern der Fall, wo Holzpellets nicht oder wenig im privaten Gebrauch genutzt werden, wie beispielsweise in Großbritannien oder den Beneluxstaaten.
Das Interesse der Branche ist groß und zwar nicht nur von der Rohstoffseite. Als führender Hersteller von Feuerungen hoffen wir im Sinne eines umfassenden Verbraucherschutzes auf ein gleichermaßen glaubwürdiges wie aussagekräftiges Zeichen.

Bildunterschrift: ENplus regelt künftig europaweit den Handel mit Pellets.
Information zu ENplus unter: www.enplus-pellets.de





Pressemitteilung DEPV

